Johanniskraut im Wandel der Zeit
Vielleicht liegt es an den sonnengelben Blüten, dass das Johanniskraut schon früh die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zog. Neben den vielen Mythen und Legenden um die Pflanze wussten die Menschen schon vor zweitausend Jahren von ihrer Heilkraft. Bereits im 1. Jahrhundert empfahl der griechische Arzt Dioskurides sie zur Wundbehandlung. Während die Pflanze anfänglich vor allem äußerlich verwendet wurde, entdeckte man im Mittelalter ihre Wirkung auf das Gefühlsleben. Paracelsus beschrieb das Johanniskraut als starkes Mittel gegen „die melancholischen Gedanken“. Die Menschen im Mittelalter glaubten dabei, Johanniskraut wirke, indem es böse Dämonen aus dem Menschen treibe. Dank der modernen Forschung verstehen wir heutzutage die komplexe Wirkweise von Johanniskraut viel besser, auch wenn noch einige Einzelheiten zu entdecken bleiben.




